Fleißigen Maulwurf in gute Hände zu verschenken....



Unser Feind lauerte im Untergrund und war ein Maulwurf. Vor ein paar Jahren habe ich zu meinem Mann einmal gesagt, dass wir wohl niemals einen bekommen werden. Um ein Loch in unseren steinigen Boden zu graben, brauchen wir einen Pickel. Darin mag sich bestimmt kein Maulwurf abplagen. Aber das hätte ich nicht sagen dürfen, denn 2014 hatten wir ihn.


Tag für Tag mussten wir riesige Erdhaufen aus unserem Garten entfernen. 
Jeden Morgen ging ich mit hängenden Schultern zu unserem Gartenhaus und holte Schaufel und Eimer und schippte die Erdhügel aus unseren Wegen und Beeten. Das wurde zur Routine. Am Abend die gleiche Prozedur… Es nerrvvt!

Also entschlossen wir uns, etwas zu unternehmen. Als erstes habe ich unseren Kater Max angefleht und ihm mit Futterentzug gedroht, wenn er den Maulwurf nicht vertreibt. Im Internet stand schließlich, das Maulwürfe nicht in Grundstücken mit Katzen zu finden sind. Das schien unseren aber nicht zu interessieren. Bei uns laufen ganze Katzenrudel aus der Nachbarschaft durch den Garten.

Wir haben alle Tipps ausprobiert die wir im www finden konnten. Dort hieß es, das der Maulwurf stinkende Sachen und laute Geräusche hasst. Also habe ich im ganzen Garten Knoblauchzehen vergraben, Kaiserkronen gepflanzt, Fischköpfe in das Maulwurfloch gesteckt, Maulwurfkugeln verteilt und stellte fest: es interessiert ihn nicht die Bohne.

Kinderlärm, laute Radiogeräusche, Katzenhaare ins Maulwurfloch (Max musste welche abgeben) Maulwurfpiepser... einfach nichts half (suuuper Tipps),also weiter Erdhügel entfernen und begrabenen Pflanzen nachweinen. Gartenweg wieder richten…

Nochmals Kater anschreien (wir haben ihn erwischt wie er neben dem Maulwurfhügel eingenickt ist), Erdhügel entfernen, Tag für Tag …



Meinen Mann aufgeklärt, dass im Internet steht, dass ein gesunder Maulwurf pro Tag bis zu zehn Erdhaufen schafft. Summa summarum bei einer Fünftagewoche 50 Erdhaufen. Das halte ich nicht aus! Er nickte mitleidig.

Herzhaft lachen musste ich dann doch. Nämlich als mir klar wurde, dass das Tierchen wohl keine Fünftagewoche kennt. Also 70 Erdhügel die Woche entfernen. Unser Garten sah immer schrecklicher aus. Dieser Maulwurf schien taub zu sein und ohne jeden Geruchssinn. Also weiter im Garten herumtrampeln (hoffentlich sieht es kein Nachbar...) und … ihr wisst schon.

Irgendwann war er dann Gott sei dank so plötzlich weg, wie er gekommen war und bleibt dann hoffentlich dort wo er jetzt ist.


Wie immer am Ende etwas lustiges🤣



Früher war ich mal Gärtner und hatte ein kleines Stück Land.

 Als Gärtner hat man ja auch so seine Probleme mit den Maulwürfen.
 Als ich wieder einmal mein Stück Land begutachtete, buddelte vor mir auf einmal ein schwarzes Etwas aus dem Boden.
 Steht doch da der Maulwurf vor mir und sagt: Mir haben sie mein Radio geklaut. Ich denk noch, das gibt es doch nicht, als sich ein zweiter Maulwurf vor mir ausbuddelt: Mir haben sie meinen Wodka geklaut. Schwub, weg ist er.
 Das kann es doch nicht sein denke ich wieder, da kommt auch schon der dritte: Mir haben sie meine Alte geklaut.


100 Meter  weiter buddelt sich wieder etwas aus der Erde, ein total besoffener Maulwurf:

Hick, Fick, Cha Cha Cha...


Schöne Grüße 

Susanne und Hans

Kommentare

  1. Jetzt weiß ich auch, wo unserer so plötzlich herkommt. Nun wühlt und gräbt er bei uns. Immer wieder liegen Hügel im Beet, die durchtränkt mit Blumenzwiebeln sind ... ich werde wahnsinnig. Manchmal buddelt unser Hund nach ihm, nur um am nächsten Tag zu entdecken, dass das Loch des Hundes nun mit einem Hügel des Maulwurfs gefüllt ist. Da schaut der Hund doof, das kann ich euch aber sagen! Ich bin noch nicht schlüssig, wie es weitergehen soll. Da aber bei euch auch nichts außer Geduld geholfen hat, vielleicht warte ich nochmals ab ... zumindest den Winter über. Vielen Dank für diese lehrreiche und wunderbar humorvolle Geschichte. LG sendet Marion

    AntwortenLöschen
  2. Hallo liebe Marion,
    das ist ja echt übel. Unser Maulwurf hat mir den letzten Nerv gekostet. Darüber hinaus hat er absolut alle Würmer gefressen. Wenn ich gegraben habe war keiner mehr weit und breit. Vielleicht zieht er weiter, wenn er unterirdisch alles weggefressen hat - lach. Es wird auch behauptet, dass ihn ein überdüngter Boden vertreibt (vielleicht doch mal ausnahmsweise mit dem bösen Blaukorn :-) probieren).
    LG
    Susanne und Hans

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Follower

Google+ Follower

Beliebte Posts aus diesem Blog

Streifzug durch den Garten. Teil1

Luxus pur... verschiedene Sitzplätze im Garten

unser Garten im Überblick