kurz / kurios - Giftpflanzen, immer nur eine tödliche Gefahr?

Wer denkt, giftige Pflanzen haben keinen Nutzen, der irrt!



Die Eibe ist so ein Beispiel. Bis auf den roten fleischigen Samenmantel sind alle Teile inclusive der Samenkerne sehr giftig. Ihre Wirkstoffe werden jedoch zur Behandlung von Krebs mit Erfolg in der Schulmedizin eingesetzt. Die Inhaltsstoffe sind krebs- und zellteilungshemmend. Kochen oder trocknen zerstören nicht die Giftstoffe.

Der Fingerhut wird im Garten gerne als Zierpflanze verwendet und ist ebenfalls stark giftig. Trotz seiner tödlichen Wirkung werden Inhaltsstoffe der Pflanze weltweit von Ärzten gegen Herzschwäche verordnet. Er darf nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch angewendet werden.

Die Tollkirsche wird auch Belladonna, Wolfsbeere, Mörderpflanze, Todeskirsche… genannt. Die Beeren der Pflanze können schon in geringen Mengen zum Tode führen. Tollkirschenfrüchte und -blätter keinesfalls zur Selbstbehandlung nutzen. Im medizinischen Bereich wird sie zum Beispiel bei starkem Fieber, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen eingesetzt.

Dies ist nur ein kleiner Teil der nützlichen Giftpflanzen.
Für alle hier aufgeführten Pflanzen gilt:
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei. (Paracelsus)
Jeden Tag eine große Tüte Pommes, ein Stück Sahnetorte, eine Maß Bier und wir werden bestimmt uralt. Ist doch kein Gift, oder?

Kommentare

  1. Sehr interessant. Von dem Fingerhut hab ich schonmal gehört, deshalb war es umso spannender auch von den anderen zu erfahren. LG

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